Geschichte

aus: Asterix und der Avernerschild (Bd.11), S. 11f.

 

 

Hätte Obelix etwas über den rund 150 Jahre zuvor verstorbenen und bedeutenden Mathematiker der griechischen Antike gewusst, hätte er sich manches erspart:

  • Er hätte seinen Häuptling Majestix nicht gegen sich aufgebracht.
  • Er hätte die anderen Badegäste nicht verärgert, die sich über Obelix beschweren werden.
  • Obelix hätte nicht in einem Schwimmbecken ohne Wasser gesessen, sondern hätte vergnügt gebadet.
  • Er hätte nicht gezeigt, dass er keine Ahnung davon hat, was sein Körperumfang anrichten kann.
  • Er wäre von Asterix nicht belehrt worden und hätte nicht so dumm dagestanden.
  • Er hätte die Griechen nicht beleidigt, um seine Unwissenheit zu überspielen.

Man kann sich also tatsächlich einiges ersparen, wenn man sich mit Geschichte auskennt.

 

Aber was sagte denn nun Archimedes? Am Ende der Seite steht die Lösung.

 

 

Warum Geschichte? Ganz einfach!

Wer einen Menschen verstehen will, muss seine Geschichte kennen, und wer die Welt verstehen will, der muss die Geschichte der Welt kennen.

 

Und man sollte bedenken:

 

Fragen von früher sind auch noch Fragen von heute und keineswegs langweilig, sondern für jeden von Bedeutung:

  • Wie gehen wir mit anderen Kulturen um?
  • Informieren uns die Medien oder werden wir manipuliert?
  • Wer engagiert sich eigentlich in der Politik, wer hat Macht?
  • Wie steht es um Reichtum und Armut in der Welt?

 

Warum also Geschichtsunterricht?

Kritisches Denken, selbstständiges und verantwortungsvolles Handeln, angemessenes Bewerten, die Zukunft gestalten wollen, Demokratie und Menschenrechte als Werte schützen, das alles will Geschichtsunterricht erreichen. Dazu brauchen wir Schüler, die wissen und verstehen und Zukunft gestalten wollen, dazu gibt es an der Eichendorffschule ein eigenständiges Fach Geschichte, das mit zwei Wochenstunden in den Klassen 6, 8, 9 und 10 von Fachleuten unterrichtet wird.

 

Geschichtsunterricht früher hieß oftmals: Daten und Ereignisse auswendig lernen.

 

Für den modernen Geschichtsunterricht gilt:

  • Fragen stellen: Warum hat man das so gemacht? (Problemorientierung)
  • Strukturen erkennen: Was waren die Ursachen? Was geschah dann? Was waren die Folgen?
  • verschiedene Perspektiven betrachten: Wer hatte eigentlich welches Interesse? (Multiperspektivität)
  • andere Kulturen und Lebensweisen betrachten
  • methodische Vielfalt: Plakate, Power-Point-Präsentation, Rollenspiel, Debatten, Zeitzeugeninterviews, Quellenvielfalt, Lernen an historischen Orten, Museumsbesuche ...

 

Wer sich mit Geschichte beschäftigt, der schult sich fächerübergreifend durch

  • Analyse von Bildern, Karikaturen (Kunst)
  • Analyse und Bewertung von Texten, Kommunikationsfähigkeit (Deutsch)
  • Behandlung von Originalquellen (Englisch, Französisch, Latein)
  • Analyse historischer Musikbeispiele wie Lieder oder Hymnen (Musik)
  • Betrachten technischer Erfindungen/des Umgangs mit Veränderung durch Technik (Biologie, Chemie, Physik, Informatik)
  • Kennen geographischer Bedingungen (Erdkunde)
  • religiöse, philosophische Fragen (Religion/Ethik)
  • Inhalte wie: Organisation des Zusammenlebens, gemeinsames Wirtschaften, die Welt der Arbeit (Politik und Wirtschaft)
  • Auswertung von Grafiken/Diagrammen (Mathematik)

… kann viel Spaß dabei haben...

… und seinen Horizont erweitern.

 

 

 

Exkursionsbericht:

 

Bei Eiseskälte zurück ins Mittelalter

Donnerstag, 9. Februar 2017 – 9.30 Uhr – Schloss Braunfels – gefühlte Außentemperatur -10°C – gefühlte Innentemperatur -8°C – fröstelnd: die Klasse 8a – jetzt: die Vasallen der Grafen von Solms-Braunfels.

Begleitet und beschützt von Schlossführer Markus Hurt machen sich die frisch geadelten Gäste auf, die Burganlage zu erkunden. Welche Familien würden sich rechtzeitig vor Erfrierungs-erscheinungen retten können? Wären es die von Riedesel, die von Buseck oder doch eher die von Rolshausen, die einen robusten Eindruck machen? Würden die von Cleen oder die von Hatzfeld die zu erbringenden Informationen abliefern oder, so die Sorge der von Gleibergs, aufgrund ihrer Achtlosigkeit in Ungnade fallen und in der „Bösen Herberg" landen, die manche für ein Hotel halten? Andere wissen es besser: Vorsicht! Kerker! Und so zeigt sich eindrücklich, dass Wissende weniger Gefahr laufen, irgendwo zu landen, wo sie gar nicht sein wollen.

 

Nach einer Stunde Erkundung wärmen sich die Vasallen kurz auf, um schließlich die rund 700 Jahre alte Kernburg und den Rittersaal zu betreten. Ergriffen wohnt man einer Erhebung in den Ritterstand bei, ist erleichtert, dass der Ritterschlag, mit kräftiger Hand schon beinahe ausgeführt, doch ausbleibt. Angeregt tauscht man sich über die Nachteile eines Kettenhemds aus und versucht, in Waffenkunde nichts durcheinander zu bringen.

Abschließend erklimmt die Gesellschaft den höchsten Turm der Anlage, der einen weiten und grandiosen Blick über Braunfels und Umgebung bietet. Feindlich Gesinnte wären rasch auszumachen, doch alles bleibt ruhig.

 

Beeindruckt von der Wehrhaftigkeit machen sich die Vasallen auf den Rückzug und sind schließlich wieder die Schülerinnen und Schüler der 8a, die mit den Pferdestärken eines Busses und umhüllt von wohliger Wärme in ihre alte Welt zurückreisen.

 

 

Der bilinguale Geschichtsunterricht

 

„Ich war so mit dem Geschichtsthema beschäftigt, dass ich nicht gemerkt habe, dass ich dazu die englische Sprache benutzt habe.”

(Zitat einer Schülerin im Unterricht des Jahrgangs 10, 2015)

 

In den Jahrgängen 9 und 10 des Gymnasialzweigs besteht das Angebot des bilingualen Geschichtsunterrichts.

 

Was soll der bilinguale Geschichtsunterricht bringen?

Menschen sind heute in einer immer weiter zusammenwachsenden Welt sowohl privat als auch beruflich zunehmend auf eine zweite Sprache neben der Muttersprache angewiesen, die sie mündlich und schriftlich differenziert, sicher und geläufig beherrschen. Im bilingualen Geschichtsunterricht erfahren die Schüler die englische Sprache als ein Werkzeug, um sich über historische Sachverhalte zu verständigen. Dabei steht nicht die Sprache im Fokus, sondern das geschichtliche Thema. Die Schüler erweitern ihre fremdsprachlichen Fähigkeiten und erhalten zusätzliche Blickrichtungen auf historisches Geschehen.

 

Was ist der Unterschied zum "normalen Geschichtsunterricht"?

Der bilinguale Geschichtsunterricht umfasst drei Wochenstunden und ist, wenn er gewählt wurde, für zwei Jahre verpflichtend. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Grundlage sind zumeist englischsprachige Quellen, Texte, Statistiken, Karten etc. Bildquellen spielen aufgrund ihrer leichteren Verständlichkeit eine noch größere Rolle als im deutschsprachigen Geschichtsunterricht. Die Klassenarbeiten im Jahrgang 9 sind zweisprachig, die Klassenarbeiten im Jahrgang 10 werden auf Englisch verfasst. Die Themen und Inhalte entsprechen denen des "normalen Geschichtsunterrichts"; Fächerverbindendes Lernen, Multiperspektivität und das Schauen "über den deutschen Tellerrand hinaus" wird durch das Lesen der englischen Originalquellen verstärkt praktiziert.

 

Muss man da nicht furchtbar viele Vokabeln lernen?

Das Verständnis der englischsprachigen Quellen und Texte setzt ein breiteres Vokabular voraus, als es die Schüler bis zum Ende der 8. Klasse erworben haben. So eignen sich die Schüler im ersten Halbjahr des Jahrgangs 9 ein grundlegendes Vokabular zu den geschichtlich relevanten Themen wie „Krieg und Frieden”, „Demokratie, Verfassung und Menschenrechte”, „Zusammenleben in Staat und Gesellschaft” und „Wirtschaft” an. In den folgenden eineinhalb Jahren bauen die Schüler auf diesem Wortschatz auf, und die Anzahl der neu zu lernenden Wörter nimmt ab.

 

Die Lehrerin stellt bei einem einsprachig erteilten Unterricht durch deutschsprachige "Zwischenstunden" am Ende einer Unterrichtseinheit sicher, dass die Schüler in der Lage sind, sich auch auf Deutsch über das behandelte Geschichtsthema zu verständigen.

 

Wer erteilt den bilingualen Geschichtsunterricht?

Er wird erteilt von einer Fachkollegin, die Englisch- und Geschichtslehrerin ist und über eine Zusatzqualifikation für "Bilinguales Lernen und Lehren" verfügt.

 

 

Und zum Schluss: die Lösung für Wissbegierige:

Archimedes von Syrakus (gestorben 212 v. Chr.) soll der Legende nach beim Baden in einem randvoll gefüllten Badebehälter entdeckt haben, dass beim Hineinsteigen in das Bad so viel Wasser ausgelaufen ist, wie er mit seinem Körpervolumen verdrängte. Glücklich über diese Entdeckung soll er mit dem Ausruf „Heureka!" (gr. Ich hab´s gefunden!) herausgesprungen und nackt auf die Straße gelaufen sein.

 

 

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