Vortragsabend zum Thema Internetkriminalität an der Eichendorffschule am 09.03.2016

Auf Einladung des Fördervereins kamen am Mittwoch, 09.03.2016, Eltern, Schüler und Lehrer in der Aula der Eichendorffschule Wetzlar zusammen, um den Vortrag von Kriminalhauptkommissarin Christiane Kruse-Schmidt zum Thema „Straftaten mit dem Smartphone“ zu hören.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter der Eichendorffschule Jochen Horz sowie die 1. Vorsitzende des Fördervereins Britta Heller-Meister führte Frau Kruse-Schmidt, die als Mitarbeiterin der AGGAS (Arbeitsgruppe Gewalt an Schulen) und Jugendkoordinatorin des Lahn-Dill-Kreises über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt, in das Thema ein. Das Smartphone, so Kruse-Schmidt, eröffne Kindern und Jugendlichen den Zugang zur kompletten Erwachsenenwelt. Viele Eltern seien mit dem Smartphone und selbst bekannten Apps nicht vertraut und bei der Nutzung des Smartphone würden den Kindern oft keine Grenzen gesetzt.

 

Sehr häufig kommen Beleidigungen über das Smartphone vor, z. B. in WhatsApp-Gruppen. Strafrechtlich ist dies ein geringfügiges Delikt, die psychische Belastung für die Betroffenen ist allerdings sehr hoch. Stellen die Eltern Strafantrag, wird jedoch auch hier ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Kinder sind erst ab 14 Jahren strafmündig, dann können sie z. B. zu Arbeitsstunden verurteilt werden.
Weitere mögliche Straftatbestände sind Bedrohung, Erpressung oder auch Nötigung. Nötigungen auf sexueller Grundlage sind nicht ungewöhnlich („Schick' mir ein Nacktfoto von dir, sonst mach ich Schluss!“) und werden häufig auch unter dem Begriff „Sexting“ zusammengefasst. Auch die „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“, z. B. wenn der Unterricht eines Lehrers aufgenommen wird, oder die „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen“, wenn etwa in Umkleidekabinen heimlich Bilder gemacht werden, sind gängige Straftaten.


Der Umgang mit eigenen oder fremden Bildern ist oft problematisch. So kann es bei bestimmten Delikten schon strafbar sein, ein Bild zu machen oder es zu zeigen (Zugänglichmachen), ohne es überhaupt weiter geschickt zu haben.


Darüber hinaus können mit Smartphones auch Straftaten wie Volksverhetzung und die Störung des öffentlichen Friedens (z. B. durch eine Amoklaufankündigung) verübt werden. Im Fall der Gewaltdarstellung (§131 Stgb) ist es bereits strafbar, solche Bilder/Videos vorrätig zu halten, sprich: zu besitzen. Entscheidend bei der Verfolgung von Straftaten mit dem Smartphone sei der Zeitfaktor, so die Referentin, da über das Smartphone Bilder und Videos in Sekundenschnelle weiterverbreitet werden könnten. Deswegen sei es so wichtig, Kindern klarzumachen, welche Folgen das schnelle Weiterschicken haben kann.

 

Frau Kruse-Schmidt stellte zum Abschluss noch einige beliebte Apps vor, in denen Kinder schnell zu Opfern werden können, z. B. Dating-Apps, in denen sich Nutzer mit einer falschen Identität an Kinder „heranmachen“ können oder Apps, in denen Kinder im Livestream Filme aus ihrem privaten Alltag ins Netz stellen.

 

In der Diskussion mit den anwesenden Eltern wurde deutlich, dass die Unsicherheit bei dem Thema Smartphone-Nutzung sehr hoch ist und dass es wichtig ist, die Verantwortung nicht komplett an die Kinder und Jugendlichen abzugeben. Generelle Verbote seien oft der falsche Weg, Einschränkungen für den Umgang mit dem Smartphone z. B. durch feste Nutzungszeiten seien oft hilfreicher. Am wichtigsten aber sei es, mit den Kindern in Kontakt zu bleiben und sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema:


www.medien-sicher.de
www.klicksafe.de
www.handysektor.de
www.polizei-beratung.de
www.schau-hin.info
www.juuuport.de
www.watchyourweb.de

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